Digitale Souveränität: europäisch und sicher
Wer digital handlungsfähig bleiben will, darf sich nicht abhängig machen – von einzelnen Anbietern, fremden Rechtsräumen oder Systemen, die sich nicht wechseln lassen
Digitale Souveränität heißt: Sie entscheiden, wo Ihre Daten liegen, wer darauf zugreifen kann und mit welchen Werkzeugen Sie arbeiten – heute und in fünf Jahren. Spätestens seit dem CLOUD Act ist klar, dass ein EU-Serverstandort allein nicht genügt, wenn dahinter ein US-Anbieter steht. Und spätestens seit Lizenzmodelle und API-Preise sich über Nacht ändern, wissen Unternehmen, was Vendor-Lock-in kostet.
Wir von Dreistein bauen deshalb seit Jahren auf einen europäischen, offenen Digital-Stack – für uns selbst und für unsere Kunden. Was das konkret bedeutet, zeigt diese Seite.
Der europäische Digital-Stack – unsere Bausteine
Für jeden Baustein Ihrer digitalen Infrastruktur gibt es eine europäische oder offene Alternative, die den US-Pendants technisch ebenbürtig ist – ohne deren rechtliche Risiken:
- CMS: TYPO3. Das Open-Source-CMS mit europäischen Wurzeln – seit über 25 Jahren bewährt, ohne Lizenzkosten, ohne Anbieterbindung. Unser Kern-Handwerk.
- KI: Mistral statt US-Modelle. Leistungsstarke Sprachmodelle aus Frankreich, vollständig im europäischen Rechtsrahmen – oder komplett selbst gehostet. Wie das praktisch funktioniert, zeigen unsere Seiten DSGVO-konforme KI und dConnect.
- Cloud & Zusammenarbeit: Nextcloud. Dateien, Kalender und Zusammenarbeit auf eigener Infrastruktur statt bei Dropbox, Google Drive oder OneDrive – mehr dazu weiter unten.
- Hosting in der EU. Bei europäischen Anbietern, unter europäischem Recht – ohne Zugriffsmöglichkeit von US-Behörden über den CLOUD Act.
- Offene Standards & Open Source. Ihre Daten bleiben portabel, Ihre Systeme wechselbar. Souveränität heißt auch: jederzeit gehen zu können – auch von uns.
Warum „EU-Server“ allein nicht reicht und wie der CLOUD Act wirkt, haben wir auf der Seite DSGVO-konforme KI ausführlich beschrieben.
Dreistein setzt auf Nextcloud
Nextcloud ist eine Open-Source-Cloud-Lösung, die Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen eine sichere, selbst gehostete Alternative zu US-amerikanischen Cloud-Diensten wie Dropbox, Google Drive oder Microsoft OneDrive bietet, AWS oder Microsoft Azure. Nextcloud ist eine 100% europäische Alternative zu US-amerikanischen Cloud-Diensten. Die Software wird von einer unabhängigen Community entwickelt und bietet:
✔ Vollständige Datenhoheit – keine Weitergabe an Dritte.
✔ DSGVO-konforme Lösungen – ohne Kompromisse bei der Sicherheit.
✔ Offene Standards – keine Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter.
EU AI Act: Was Unternehmen jetzt wissen müssen
Die KI-Verordnung der EU gilt stufenweise – und die nächste Stufe betrifft fast jeden, der einen Chatbot betreibt
Der EU AI Act (Verordnung 2024/1689) ist seit August 2024 in Kraft und wird schrittweise anwendbar. Der wichtigste Zeitplan für die Praxis:
- Seit Februar 2025: Verbotene KI-Praktiken (etwa Social Scoring) sind untersagt. Zugleich gilt die Pflicht zur KI-Kompetenz (Art. 4): Wer KI einsetzt, muss dafür sorgen, dass die eigenen Mitarbeiter sie kompetent bedienen können.
- Seit August 2025: Pflichten für Anbieter großer Basismodelle (GPAI).
- Ab 2. August 2026: Die Transparenzpflichten (Art. 50) werden anwendbar: Chatbots und KI-Assistenten müssen für Nutzer klar als KI erkennbar sein, KI-generierte Inhalte müssen gekennzeichnet werden.
- Später (Ende 2027 / 2028): Die Pflichten für Hochrisiko-Systeme – diese Fristen wurden mit dem „Digital Omnibus“ vom Mai 2026 nach hinten verschoben. Für typische Website-Assistenten und Wissens-Chatbots sind sie ohnehin nicht einschlägig.
Was heißt das konkret für Ihren Chatbot oder KI-Assistenten? Die gute Nachricht: Ein Assistent, der Fragen zu Ihren Produkten und Leistungen beantwortet, ist kein Hochrisiko-System. Es bleiben aber handfeste Pflichten – Kennzeichnung als KI, Transparenz gegenüber Nutzern, geschulte Mitarbeiter und eine saubere Dokumentation dessen, was die KI tut.
So setzen wir das um: Unsere KI-Lösungen auf Basis von dConnect bringen die Bausteine dafür mit – klare Kennzeichnung des Assistenten, Antworten mit Quellenangaben statt Blackbox, vollständiges Protokoll aller KI-Aufrufe für Ihre Dokumentationspflichten und Hilfetexte, die Nutzern erklären, was mit ihren Eingaben geschieht. Den datenschutzrechtlichen Teil behandelt unsere Seite DSGVO-konforme KI.
Hinweis: Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung – sie zeigt, welche technischen und organisatorischen Weichen Sie jetzt stellen sollten.